Schützenverein "Einigkeit" Rockolding
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Schützenverein "Eingigkeit" Rockolding
   
 
 
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 Vereinschronik des Schützenvereins „Einigkeit“ Rockolding 1892 e.V.

 

Auf eine nahezu 115-jährige Vereinsgeschichte kann der Schützenverein „Einigkeit“ Rockolding in diesen Tagen zurückblicken.

Leider sind vom Gründungsjahr 1892 bis zum Jahre 1912 keine schriftlichen Unterlagen vorhanden.

Die aus dieser Zeit im Folgenden wiedergegebenen Ereignisse aus dem Vereinsleben stützen sich deshalb in erster Linie auf mündliche Überlieferungen von langjährigen Mitgliedern.

Der Verein wurde 1892 in der Bahnhof-Restauration des Herrn Schechinger von einigen schießfreudigen Männern, dies waren Rockoldinger, Ilmendorfer und einige Bahnhofsbedienstete, ins Leben gerufen.
Die abgehaltenen Schießabende fanden nur während der Wintermonate, jeweils Samstags, statt.
Geschossen wurde mit einem Zimmerstutzen vom Gastzimmer aus durch ein Fenster ins Nebenzimmer.

Im Jahre 1909 bekam die Bahnhofs-Restauration mit Anton und Franziska Rammelmayer neue Besitzer. Der Schützenverein profitierte aus dem Wirtewechsel in doppelter Hinsicht. Zum Ersten standen wieder gute Wirtsleute zur Verfügung und ausserdem traten Herr Rammelmayer und sein Vater sofort dem Vereinsgeschehen bei.

Neben einer noch vorhandenen Niederschrift vom November 1912, in dem das Gründungsjahr 1892 festgehalten ist, lässt auch noch ein Vereinszeichen aus dieser Zeit das Entstehungsjahr des Schützenverein Rockolding deutlich erkennen.

Dieses Dokument aus dem Jahre 1912 ist ein Protokoll einer Mitgliederversammlung im Gasthaus Rammelmayer. Daraus ging hervor, dass der Verein zu dieser Zeit 18 Mitglieder hatte. 14 davon waren während dieser Versammlung anwesend.
Beschlossen wurde damals, dass während der Wintermonate jeweils Samstags geschossen wird. Der Einsatz pro Schütze beträgt 20 Pfennig. Bei Nichterscheinen am Schießtag wird eine Strafe von 10 Pfennig einbezogen.

Unterzeichnet:          1. Schützenmeister:        Michael Fürholzer
                               2. Schützenmeister:        Georg Ostermeier
                               Schriftführer:                 Albert Strauch
                               Kassier:                        Anton Rammelmayer

Während der Kriegsjahre 1914 – 1918 war der Schießbetrieb völlig lahmgelegt.
Viele Schützenkameraden kamen nicht mehr in die Heimat zurück.

Durch die Initiative des 1. Schützenmeisters Michael Fürholzer und noch einigen weiteren schießfreudigen Schützenkollegen konnte der Schießbetrieb bereits im Jahre 1920 wieder aufgenommen werden. Startkapital waren damals 7,99 Reichsmark, die noch aus dem Kassenbestand der Zeit vor dem Krieg stammten.

Den Verlust von einigen Schützenkameraden, den der Krieg nach sich zog, konnte man durch mehrere neu beigetretene Vereinsmitglieder bald wieder ausgleichen. Es wurde wieder mit gleichem Einsatz wie vor dem Krieg um Ringzahl und Blatt’l gewetteifert.

Nach 13-jähriger Vereinsführung legte der 1. Schützenmeister Michael Fürholzer 1925 sein Amt nieder. Neuer Schützenmeister wurde Michael Vielbert. Bereits in der nächsten Versammlung wurde beschlossen, noch im selben Jahr ein großes Preisschießen des gesamten Schützengaus zu veranstalten. Da man zu diesem Anlass mit einer erheblichen Anzahl von Schützenkameraden rechnete, wurden im Garten des Herrn Rammelmayer vier Schießstände errichtet. Geschossen wurde am Sonntag, dem 19. Juli und am Sonntag, dem 26. Juli jeweils von 10 Uhr bis zum Eintritt der Dunkelheit. Nach dem Schießwettbewerb wurde zur Preisverteilung aufgerufen. Als Preise wurden neben mehreren Geld- und Sachpreisen eine Festscheibe, eine Glücksscheibe, eine Hauptscheibe und eine Ehrenscheibe vergeben. Da das Fest mit weiteren Attraktionen wie Zylinderstechen, Sackhüpfen, Schubkarrenrennen, Taubenschießen und Eierlaufen umrahmt war, kamen nicht nur die aktiven Schützen auf ihre Kosten.

Bis zum Jahre 1939 wurde der Schiebetrieb neben dem üblichen Übungsschießen noch mit weiteren verschiedenen Veranstaltungen wie Ermunterungsschießen, Standerlschießen, Strohschießen oder Sylvesterschießen aufrecht erhalten.
Zwischendurch wurde das rege Vereinsleben durch das damalige Mitglied Mathias Wieser ein wenig gestört. Etwa im Jahre 1930 gründete der Kleinbrauereibesitzer aus geschäftlichen Gründen einen zweiten Schützenverein in Rockolding. Diejenigen Schützen, die sich dem neuen Verein anschlossen, wechselten allmählich aber alle wieder in das ursprüngliche Lager des Schützenkameraden von „Einigkeit“ Rockolding, worauf der neu gegründete Verein seine Aktivitäten bald wieder einstellte.

Während des zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 ruhte der Schießbetrieb wieder völlig. Eine große Anzahl von Schützenkameraden bezahlten den Krieg mit ihrem Leben.

Im Jahre 1948 fanden bereits wieder die ersten Besprechungen zur Wiederaufnahme der Vereinstätigkeiten statt. Kurze Zeit später wurde auch der Schießbetrieb wieder aufgenommen.

Am 13.10.1951 wurde nach 26-jähriger Amtszeit Michael Vielbert im Rahmen einer Mitgliederversammlung von Herrn Friedrich Weber als 1. Schützenmeister abgelöst. Großer Dank galt dem abtretenden Schützenmeister, da er nach der Unterbrechung durch den Krieg den Verein als einen der Ersten in den Kreisen Ingolstadt und Pfaffenhofen wieder ins Leben rief.
Dies war auch ausschlaggebend für die einstimmige Nominierung zum Alt-Ehrenschützenmeister. Nach diesen Neuwahlen setzte sich also die Vorstandschaft des Schützenvereins „Einigkeit“ Rockolding wie folgt zusammen:

1. Schützenmeister:               Weber Friedrich
2. Schützenmeister:               Weinzierl Georg
Kassier:                                Bauer Jakob
Schriftführer:                        Stiftl Rudolf
Beisitzer:                              Raczek Alfred und Kopold Peter

Zwischen Dezember 1951 und Januar 1952 wurden ein neuer Zimmerstutzen und ein neues Luftgewehr von der Firma Willner in Ingolstadt gekauft. Der Preis für das Luftgewehr betrug damals 131 Mark.

Die erste größere Herausforderung der neuen Vereinsführung war die bereits seit längerem beschlossene Fahnenweihe mit Preisschießen anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Schützenvereins „Einigkeit“ Rockolding. Als Termin wurde der 15. Juni 1952 festgesetzt. Das Preisschießen sollte bereits eine Woche vorher beginnen. Die Patenschaft des Festes übernahm der Schützenverein Alt-Vohburg. Die Fahne wurde bei der Wäschefabrik Otto Gruber bestellt. Das sich Herr Gruber bereit erklärte, für die Herstellung der neuen Fahne nur Materialkosten wie Fahnenstoff und Stickgarn in Rechnung zu stellen, belastete der Preis des neuen Vereinsbanners von 165 DM die Vereinskasse nicht allzu fest. Diese großzügige Spende der Firma Otto Gruber wurde vom gesamten Verein mit großem Dank und Anerkennung bedacht.
Da man eine große Anzahl von Schützenkameraden erwartete, es waren fast 30 Vereine geladen, lieh man sich von benachbarten Vereinen zusätzliche Luftgewehre aus, um das Preisschießen reibungslos über die Bühne zu bringen. Mit viel Mühe und Fleiß bereitete man das große Fest vor. Das Bierzelt wurde neben dem Vereinslokal Rammelmayer aufgebaut. Ein wunderbar geschmückter Altar, der vor dem Schulhaus errichtet wurde, war Schauplatz der feierlichen Weihe der neuen Fahne.
Die Ehre der Fahnenbraut trug damals Katharina Raith (heutige Zimmermann) mit großem Stolz.

Die Weihe der Fahne übernahm der damalige Pfarrer Moser aus Ilmendorf. Umrahmt wurde das Fest vom großen Preisschießen und von einer, von Herrn Berger einstudierten Theateraufführung. Die Bewirtung und Verpflegung im Festzelt wurde von fast allen geladenen Gästen hoch gelobt. Selbst als das Bier vorzeitig zur Neige ging, wusste man sich schnellstens zu helfen. Sofort war man unterwegs, um bei der Brauerei Vohburg Nachschub zu holen.
Insgesamt entwickelte sich diese Fahnenweihe zu einem Fest, das durch Planung, Durchführung, und Anerkennung der Schützenkameraden aus nah und fern, zu einem unvergessenen Bestandteil der Vereinsgeschichte geworden ist.

1958 bat die Führung des Schützenvereins Immergrün Westenhausen bei den Herren Weber Friedrich, Kopold Christian und Raith Ludwig sen. Um die Übernahme der Patenschaft ihrer Fahnenweihe, die noch im selben Jahr stattfinden sollte. Nachdem man das „Ja“ zur Patenschaft bereits bei diesem Treffen der Vorstände beider Vereine gab, war die Abstimmung der Mitglieder während der nächsten Versammlung nur noch Formsache. Also nahm man mit großem Stolz, der Patenschaft wegen, an der Fahnenweihe in Westenhausen teil.
Das Vereinsleben in Rockolding nahm nach diesen beiden Großereignissen ohne größere Probleme und Vorkommnisse seinen gewohnten Verlauf.

1965 war der 70. Geburtstag von Schützenmeister Friedrich Weber Anlass zu einem vom 2. Schützenmeister Max Soller geplanten Fackelzug, der vom Anwesen der Höfahrtsmühle bis zum Vereinslokal zog. Herr Weber wurde, um ihm die Wegstrecke zu ersparen, in Begleitung zweier Schützenlieseln in einem offenem VW Cabriolet gefahren. Es entwickelte sich daraus eine unerwartet große Geburtstagsfeier bis in den frühen Morgen.

Ein großes Stück Vereinsgeschichte ging mit dem Tode vom Schützenmeister Friedrich Weber 1966 verloren.
Der damalige 2. Schützenmeister Max Soller erklärte sich sofort bereit, die Vereinsführung bis zur nächsten Vorstandswahl zu übernehmen.

Bei den Neuwahlen 1967 wurde Sebastian Karl zum Nachfolger von Max Soller als 1. Schützenmeister gewählt. Das erste große Ziel, das sich Herr Karl steckte, war die Anwerbung von jungen Neumitgliedern. Dieses Vorhaben gelang ihm ausgezeichnet. Der Schießeifer und die Anteilnahme der Schützen an den üblichen Schießtagen steigerte sich daraufhin zusehends.
Das war auch der Grund, warum man 1970 den Vereinswirt Karl Rammelmayer um Erlaubnis bat, den einzigen Schießstand um einen Zweiten zu erweitern.
Nachdem Herr Rammelmayer nichts dagegen einzuwenden hatte, ging man sofort an die Arbeit. Martin Raith war es dann, der es fertig brachte, aus den geplanten zwei Schießständen drei werden zu lassen. Selbst diese fast hinterlistige Aktion brachte Karl Rammelmayer nicht aus der Fassung, da der Schießandrang und somit auch sein geschäftlicher Umsatz stieg. Dieses Verhalten des damaligen Vereinswirtes zeigte wieder einmal deutlich, wie gut das Verhältnis zwischen Wirt und Verein war.
Einige Jahre später wurden dann die drei handbetriebenen Schießanlagen durch drei Vollautomatische ersetzt.

1981 löste Martin Raith Herrn Sebastian Karl im Rahmen einer Mitgliederversammlung als 1. Schützenmeister ab. Ferner wurden als 2. Schützenmeister Manfred Kneißl, als Kassier Manfred Lang, als Schriftführerin Inge Kneißl und als Fahnenjunker Simon Bergmoser gewählt.
Mit Martin Raith wurde auch eine Vereinsmeisterschaft ins Leben gerufen. Diese interne Meisterschaft, die heute noch ausgetragen wird, wurde eingeführt, um etwas Abwechslung in den Schießbetrieb zu bringen. Als 1. Vereinsmeister in der Vereinsgeschichte ging am 11. 4. 1981 Herr Adolf Haller hervor.

Nächste größere Aufgabe der neugegründeten Vorstandschaft war die Planung des 90-jährigen Gründungsfestes. Als Termin wurde der Mai 1982 beschlossen. In alter Rockoldinger Manier wurde auch dieses Fest gekonnt geplant und durchgeführt. Im Festzug, der sich vom Vereinslokal bis zur Kirche zog, marschierten neben den Schützen noch 6 weitere Rockoldinger Vereine. Neben den Feierlichkeiten in der Kirche ehrte Gauschützenmeister Wastl Kaiser im Vereinslokal langjährige Mtglieder für ihre geleisteten Dienste. Anschließend bedankte sich Martin Raith bei der Jugendkapelle Geisenfeld, die den Festzug musikalisch umrahmte, sowie bei allen Teilnehmern des Festes. Ferner galt sein Dank auch den unermüdlichen Wirtsleuten Karl und Irene Rammelmayer. Beide erledigten die Bewirtung der Festgäste wieder einmal hervorragend. Mit der Zufriedenheit erneut ein gelungenes Fest veranstaltet zu haben, löste sich die Gesellschaft erst spät abends auf.

Ein großes Problem kam 1983 auf den Schützenverein zu. Nach der alljährlichen Abnahme der Schießstände erhielt man die Schießerlaubnis gerade noch für eine Saison. Grund dafür war die mangelnde Sicherheit für einen Schießstand inmitten einer Gastwirtschaft. Die darauf folgenden, zum Teil recht intensiv geführten Verhandlungen zwischen Herrn Rammelmayer und dem Schützenverein streckten sich über fast zwei Jahre hinweg. Ziel des Vereins war der eventuelle Bau eines Schießraumes oder gar eines eigenen Anbaues am Gasthaus Rammelmayer. Als dann die Wirtsleute familiäre Gründe für die Ablehnung der Planungen angaben, war man auf Vereinsseite gezwungen, sich um eine andere Behausung zum Aufbau neuer Schießstände umzusehen.


1985 teilte Herr Rammelmayer den Schützen mit, dass nach dem Endschießen am 27. April kein weiterer Schießbetrieb mehr möglich sei. Man trennte sich damals aber trotzdem in einem ausgesprochen guten Verhältnis. Den Schützen fiel die Trennung ausnahmslos schwer. Seit 1909 standen die Rammelmayers dem Schützenverein als Wirtsleute zur Verfügung. Man war sich sicher, dass es schwer sein würde, einen vergleichbar guten Vereinswirt zu finden.
Die Suche nach einer neuen Schießmöglichkeit ging weiter. Verhandlungen mit den ortsansässigen Wirtsleuten wurden gerade geführt, als der Vorstand des FC Rockolding, Herr Anton Edenharter und Stadtrat Josef Fink den Vorschlag machten, einen Anbau direkt an das Sportheim zu errichten. Dies war natürlich die ideale Lösung des Problems. In Windeseile wurden die Planungen des Schützenheimbaues begonnen.
Nachdem eine Besichtigung des Baugeländes durch die Bürgermeister Hammerschmid und Fahn, den Stadträten Fink und Raith, dem Vertreter des Landratsamtes Ilmberger und dem Planverfasser Hans Schneider aus Großmehring stattfand, entstanden bald die ersten Skizzen des neuen Schützenheimes. Den ersten Plan, der bei Herrn Ilmberger in Pfaffenhofen einging wurde leider abgelehnt.
In kürzester Zeit überarbeitete Herr Schneider in Zusammenarbeit mit den Vereinsverantwortlichen den abgelehnten Plan. Dieser neue Plan entsprach dann auch den Vorstellungen des Landratsamtes.
Nach zähen, zum Teil auch problematischen Verhandlungen mit der Stadt Vohburg, der Regierung von Oberbayern und dem Bayerischen Sportschützenbund, konnte das Problem der Finanzierung letztendlich zur Zufriedenheit aller gelöst werden.
Als Plan und Finanzierung standen, gründete man einen Bauausschuss, der sich das Recht zur vollen Entscheidungsfähigkeit nahm. Dieses Gremium setzte sich aus den Mitgliedern Martin Raith, Manfred Kneißl, Manfred Lang, Peter Prummer, Josef Hofstetter und Alfred Patzelt zusammen.


Zwischendurch mußte aber auch noch die Schießsaison 1985/86 absolviert werden. Der 2. Schützenmeister Manfred Kneißl machte es nach kurzen Verhandlungen möglich, dass man beim Nachbarverein Heckenrose Irsching einen Schießstand zur Durchführung der Schießabende benutzen durfte. Diese Großzügigkeit der Irschinger Schützenkollegen wurde damals wie heute mit großem Dank bedacht.


Am 14. März 1986 war es dann soweit. Mit dem 1. Spatenstich eröffnete Martin Raith den Bau des neuen Schützenheimes. Nach fünfwöchigem Arbeitseinsatz von Vorstand, Mitgliedern und freiwilligen Helfern stand bereits der Rohbau.
Über 5600 freiwillige Arbeitsstunden waren nötig, um das Gebäude, das acht Schießstände, einen Waffenraum und einen Aufenthaltsraum beinhaltet, fertig zu stellen. Wenn man bedenkt, dass einige Helfer ihren komplette Urlaub benutzten, um kräftig mit anpacken zu können, kann man einem Verein zu solch hilfsbereiten Gönnern und Mitgliedern nur gratulieren. Den größten Anteil daran, dass alles reibungslos über die Bühne ging, trugen die Mitglieder des Bauausschusses. Sie hatten ja neben der körperlichen Arbeit auch die organisatorischen Notwendigkeiten zu erledigen. In einer Rekordzeit von nur 7 Monaten reeller Bauzeit, konnten die Arbeiten am Schützenheim abgeschlossen werden.

Die Einweihungsfeier des neuen schmucken Schützenheimes fand am 10. Oktober 1986 statt. Zahlreiche Ehrengäste und Vereinsmitglieder marschierten vom Vereinsheim zum Gottesdienst in die Kirche. Begleitet wurde der Festzug von der Blaskapelle Manching. Der damalige Pfarrer Otto Krischke  und der Männergesangsverein „Frohsinn“ Rockolding gestalteten den Gottesdienst sehr feierlich. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der FC-Gaststätte folgten die Ansprachen der geladenen Ehrengäste. Gauschützenmeister Wastl Kaiser nannte den Schützenheimbau einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Weitere Festredner wie BSSB-Sachbearbeiter Ottmar Münsterer, Sektionsschützenmeister Heinrich Steinberger, FC-Vorstand Anton Edenharter, sowie Bürgermeister Hammerschmid mit seinen Standräten Josef Fink und Karl Raith, lobten den freiwilligen Arbeitseinsatz der Mitglieder ebenso, wie den Mut der Vorstandschaft, ein solches Vorhaben in Angriff zu nehmen.
Beim abschließenden Prominentenschießen konnten sich alle Beteiligten davon überzeugen, ob man beim Installieren der Schießstände gute Arbeit geleistet hatte. Den besten Schuß gab an diesem Tag Frau Martha Münsterer ab. Den zweitbesten Zehner erzielte Wastl Kaiser. Mit diesem Schützenheimbau und der anschließenden Einweihungsfeier machten die Schützen aus Rockolding wieder einmal deutlich, zu welchen Fähigkeiten ein kleiner Ortsteilverein durch Zusammenhalt und Einigkeit im Stande ist.


Am 19. Juli 1987 veranstaltete man das erste Vereinsschießen mit Grillfest. Alle örtlichen Vereine konnten sich zu diesem Anlaß an den Schießständen des Schützenvereins messen.
Mit einer Gesamtringzahl von 635 gewann der FC Rockolding diesen Vergleich. Der gleiche Verein war es auch, der mit den meisten Mitgliedern gegen die anderen Vereine antrat und somit auch den Preis der Meistbeteiligung entgegen nehmen durfte.
Dieses Fest fand trotz schlechten Wetters dermaßen großen Anklang, dass es mittlerweile zu einem verständlichen Bestandteil im alljährlichen Vereinsgeschehen geworden ist.
1990 hat man sich, um bei diesem Grillfest unabhängig vom Wetter zu sein, ein Vorzelt angeschafft, das wiederum in zahlreichen Arbeitsstunden freiwilliger Helfer maßgeschneidert an das Schützenheim angepaßt wurde.


Seit 1987 ist der Verein mit einer Mannschaft an den Rundenwettkämpfen des Schützengaues Ingolstadt beteiligt. Nachdem 1990 der Aufstieg in die B-Klasse erreicht wurde, konnte 1993 der Aufstieg in die A-Klasse ohne Punktverlust gefeiert werden.


Ein weiteres Großereignis war das Sektionsschießen der Schützensektion Vohburg, das vom 22. September bis zum 1. Oktober 1989 in Rockolding ausgetragen wurde. Zum erstenmal seit Bestehen dieses Preisschießens konnten alle 12 Vereine der Sektion als Teilnehmer begrüßt werden. Eine Rekordbeteiligung von 193 aktiven Schützinnen und Schützen war deshalb keine große Überraschung mehr.
Grund für die rege Teilnahme am Rockoldinger Sektionsschießen war unter anderem, dass die Schützen der „Einigkeit“ Rockolding immer mit einer großen Anzahl von Mitgliedern an fast allen Veranstaltungen des Schützengaus Ingolstadt teilnahmen.
Überdurchschnittlich große Geld- und Sachpreise konnte Schützenmeister Martin Raith bei der Preisverteilung am 8. Oktober an die erfolgreichen Teilnehmer vergeben. Zu den geladenen Ehrengästen zählten der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Josef Hammerschmid, der 2. Bürgermeister Rudolf Fahn und Sektionsschützenmeister Heinrich Steinberger. Alle genannten Gäste konnten ein optimal geplantes und durchgeführtes Sektionsschießen 1989 bestätigen.


Am 27. Januar 1991 stand die Jahreshauptversammlung mit anschließenden Neuwahlen auf dem Programm.
Denjenigen Mitgliedern, die sich an diesem Tag für die zahlreichen Ämter zur Verfügung stellten, galt laut Schützenmeister Martin Raith besonderer Dank, da durch die anstehende Fahnenweihe 1992 eine Menge Arbeit auf die Vorstandschaft zukommen würde. Die Wahl ergab folgendes Ergebnis:

1. Schützenmeister:                       Martin Raith
2. Schützenmeister:                       Manfred Kneißl
Kassier:                                        Manfred Lang
Schriftführerin:                              Brigitte Lang
Jugendleiter:                                 Alfred Patzelt
Gerätewart und Fahnenjunker:         Simon Bergmoser

Als Beisitzer wurden Peter Prummer, Josef Hofstetter und Michael Dasch gewählt.
Mit dieser Vorstandsmannschaft musste sich Rockolding um den reibungslosen Ablauf des 100-jährigen Gründungsfestes mit Fahnenweihe 1992 keine Sorgen machen.
Die umfangreichen Planungen und Vorbereitungen begannen, welche ihren Abschluß und Höhepunkt in der Feier vom 24. – 26. Juli 1992 fanden. 98 Vereine, 7 Blaskapellen, zahlreiche Ehrengäste und viele Gäste aus nah und fern waren vom Ablauf und der Durchführung des Festes begeistert. Auch die Aufmerksamkeit der Rockoldinger Bevölkerung gegenüber ihren Gästen wurde überall gelobt.


Nach der Fahnenweihe konnte der Verein einen beachtlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Dies führte zwangsläufig dazu, dass die Ausrüstung der Schützen ständig erweitert wurde. Der resultierende Erfolg bei den Jungschützen ließ nicht lange auf sich warten. Markus Prummer wurde im darauf folgenden Jahr Vizegaumeister in der Schülerklasse.


1995 wurde Thomas Stangl Gaukönig in der Jugendklasse und sogar die Vizegaukönigin Renate Heilmeier kam aus Rockolding. Doch mit diesem Erfolg war es noch lange nicht zu Ende in diesem Sportjahr. Stefan Prummer belegte den zweiten Platz bei der Gaumeisterschaft bei den Schülern und qualifizierte sich für die oberbayerische Meisterschaft. Von dort aus führte der Weg mit starken Leistungen über die bayerische Meisterschaft bis hin zur deutschen Meisterschaft, was ihm als ersten Rockoldinger Schützen gelang. Dort erreichte er sensationellen 9. Platz, wofür er kurz darauf eine besondere Ehrung aus den Händen des Landrates erhielt.
Die zweite Mannschaft, die in der Zwischenzeit angemeldet wurde, wurde Gruppenerster und stieg in die nächst höhere Klasse auf.


Auch im darauffolgenden Jahr rangierte die gleiche Mannschaft wieder auf dem ersten Platz.
Markus und Stefan Prummer dominierten bei den Gaumeisterschaften des Sportschützengaues und wurden Gaumeister in der Junioren- und Schülerklasse.
Im Rahmen der 1100 Jahrfeier gestaltete der Schützenverein „Einigkeit“ Rockolding das Ereignis mit. Mit den herzoglichen Bogenschützen nahm der Verein mit über 40 Mitgliedern am Geschehen teil und präsentierte sich der Öffentlichkeit. Auch hier wurde der Verein von allen Seiten gelobt.


Im Herbst 1996 baten die Schützenkameraden aus Vohburg um die Übernahme der Patenschaft anläßlich ihres Gründungsfestes, zu der sich eine große Anzahl von Mitgliedern aus Rockolding wieder eine neue Vereinskleidung zulegten. Mit der neuen Tracht bot der Schützenverein der Vohburger Bevölkerung ein imposantes Bild, zumal sich mehr als 70 Vereinsmitglieder am Umzug beteiligten.


1997 wurde Manfred Kneißl aufgrund seiner besonderen Verdienste im Rockoldinger Vereinsgeschehen zum Vize-Ehrenschützenmeister ernannt. Auch der sportliche Aspekt kam in diesem Jahr nicht zu kurz. Die 1. Mannschaft stieg von der Gauklasse in die Gauliga auf, die 2. Mannschaft errang ebenfalls den 1. Platz und stieg in die D-Klasse auf.
Zur Steigerung der Mitgliederzahl wurde ein „Tag der offenen Tür“ abgehalten, bei dem die Rockoldinger Bürger großes Interesse zeigten. 20 Neuzugänge konnten verzeichnet werden.


Das Jahr 1999 war dann von den Aufstiegen geprägt. Die 1. Mannschaft stieg in die Gauoberliga auf, die 2. Mannschaft schaffte den Aufstieg in die C-Klasse und die mittlerweile angemeldete 3. Mannschaft errang einen 1. Platz in der Aufbauklasse.
Im neuen Millenium wurde eine neue Sammelscheibe für die Jugend- und Schützenkönige angeschafft. Bei der Neuwahl dankte Martin Raith nach 19-jähriger Tätigkeit als 1. Vorstand des Vereins ab und wurde zum Ehrenschützenmeister ernannt. Für diese Verdienste erhielt er aus den Händen des Bürgermeisters eine zusätzliche Ehrung.

 

Martin Raith, Thomas Wittmann, Markus Prummer

 

Fortsetzung folgt…

 

 

 

 

 

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    letzte Aktualisierung: 31.05.2010               Copyright ©2007-2010 Einigkeit Rockolding |  E-Mail: webmaster@einigkeit-rockolding.de
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